Heilbad Heiligenstadt. Gefahren erkennen, bevor der erste Notruf eingeht: Ein neues Starkregen-Frühwarnsystem unterstützt jetzt die Heiligenstädter Feuerwehr. Möglich gemacht hat es der Feuerwehrverein, der dafür mehr als 20.000 Euro an Spenden und Fördermitteln eingeworben hat.

Insgesamt 13 Messstellen liefern in Echtzeit Daten. Sensoren an Beber, Geislede und Leine erfassen die Wasserstände, weitere messen den Niederschlag. Die Technik arbeitet unabhängig vom Stromnetz. Werden kritische Schwellenwerte erreicht, informiert das System die Verantwortlichen automatisch per App.
Damit kann die Feuerwehr gefährdete Bereiche frühzeitig kontrollieren, Einsätze vorbereiten und die Bevölkerung rechtzeitig vor örtlichen Überflutungen warnen. Auch der zuständige Gewässerunterhaltungsverband kann auf die Daten zugreifen.
Angestoßen hatte der Feuerwehrverein das Projekt im vergangenen Jahr. Die Feuerwehrleute halfen bei der Installation, fachlich begleitet von Alpha-Omega Technology aus Martinfeld.
„Wir können gefährliche Wetterlagen früher erkennen und die Bevölkerung besser vor den Folgen von Extremwetter schützen“, sagt Stadtbrandmeister Stefan Lenk.

