Unternehmen investiert 2,2 Millionen Euro und treibt die Elektromobitiät weiter voran 

 Mit seiner auffälligen Dachform ist der neue EW-Ladepark im Gewerbegebiet A38 Ost leicht erkennbar. Foto: Michael Mehle

Heilbad Heiligenstadt. Im Gewerbegebiet A38 Ost in Heilbad Heiligenstadt ist für Elektrofahrzeuge ein bislang einzigartiger Ladepark in der Region entstanden.

Eröffneten gemeinsam den neuen EW-Ladepark: Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der EW Eichsfeldgas, Steffen Schütz, Minister für Digitales und Infrastruktur des Freistaates Thüringen, Landrätin Dr. Marion Frant, Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke sowie Landtagspräsident Dr. Thadäus König (v.l.n.r.). Foto: Tino Sieland

Zu seiner feierlichen Eröffnung am heutigen Vormittag konnten Ulrich Gabel, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke, und Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft EW Eichsfeldgas, zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Steffen Schütz, Minister für Digitales und Infrastruktur des Freistaates Thüringen, Dr. Thadäus König, Landtagspräsident des Freistaates Thüringen sowie Dr. Marion Frant, Landrätin des Landkreises Eichsfeld und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Eichsfeldwerke.

„Mit unserem neuen Ladepark ist ein überaus moderner Mobilitätsknotenpunkt mitten in Deutschland entstanden, der weit mehr bietet als übliche Ladeparks. Mit seiner hohen Aufenthaltsqualität setzen wir einen ganz neuen Standard und leisten zugleich einen wichtigen infrastrukturellen Beitrag für die weitere Entwicklung der Elektromobilität“, betonte EW-Geschäftsführer Gabel in seiner Ansprache.

Die leistungsstarken DC-Schnellladesäulen sorgen für besonders schnelle Ladevorgänge.
Foto: Michael Mehle

Besonders schnelle Ladeprozesse auch für E-Trucks 

Rund 2,2 Millionen Euro haben die Eichsfeldwerke in den neuen Ladepark investiert, womit sie die Entwicklung der E-Mobilität für den Fern- und insbesondere auch für den LKW-Verkehr weiter vorantreiben wollen. Das rund 2.300 Quadratmeter große Areal befindet sich in der Dr.-Gerhard-Mueller-Straße 7 und liegt damit in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A38. Vier Ladesäulen bilden den Kern des Ladeparks. Sie verfügen jeweils über zwei DC-Schnellladepunkte und bieten eine Leistung von 400 kW. Damit ermöglichen sie sehr schnelle Ladevorgänge sowohl für leistungsstarke E-Autos als auch für die zunehmende Anzahl elektrisch betriebener Lastkraftwagen, sogenannter E-Trucks.

„Bereits bei der Planung des Ladeparks haben wir uns intensiv mit den Bedürfnissen und Anforderungen beschäftigt, die für den Ladevorgang von diesen Fahrzeugen von Bedeutung sind“, berichtet Dirk Nehrkorn. Ein- und Ausfahrt des Ladeparks wurden deshalb so konzipiert, dass E-Trucks mit Sattelauflieger die Ladesäule bequem direkt anfahren können, ohne zuvor zeitaufwändig abkoppeln und später wieder ankoppeln zu müssen. Geladen wird ausschließlich mit Ökostrom, dessen Bezug entweder mir der EW-Kundenkarte, einer Kreditkarte, über den Scan des QR-Codes sowie über Ladekarten anderer Anbieter abgerechnet werden kann. 

Ausstattung sorgt für komfortablen Aufenthalt 

Doch damit nicht genug: Der neue und barrierefreie Ladepark besitzt eine digitale Parkraumüberwachung und bietet einen komplett überdachten Aufenthaltsbereich.

Veerpflegungsatuomaten. Foto: Judith Strecker

Für einen angenehmen Aufenthalt sorgen mehrere Verpflegungsautomaten mit regionalen Produkten, eine selbstreinigende Toilettenanlage, ausreichend Sitzgelegenheiten sowie ein kleiner Kinderspielplatz.

 Ein Spielplatz sorgt bei Kindern für eine angenehme Abwechelung auf langer Reise.  Foto: Michael Mehle

Darüber hinaus stellt ein digitaler Großbildschirm den Besuchern des Ladeparks aktuelle Informationen aus dem Eichsfeld bereit. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage trägt mit ihren 132 Modulen und einer Leistung von 60 Kilowatt zur energetischen und nachhaltigen Versorgung des Ladeparks bei.

Genügend Platz für Erweiterung vorhanden

Der neue EW-Ladepark wurde so konzipiert, dass eine Erweiterung jederzeit möglich ist. Zusätzliche Fläche ist ausreichend vorhanden, Trafostandorte und Leerrohre sind bereits definiert, um im Bedarfsfall einen schnellen Ausbau realisieren zu können. „Wir sind von der Elektromobilität überzeugt und für eine nächste Ausbaustufe des Areals bestens vorbereitet“, so Geschäftsführer Gabel. Mit inzwischen 65 Ladesäulen, darunter 20 DC‑Schnelllader, zählt die Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke im Bereich Elektromobilität zu den führenden Energieversorgern in Thüringen.