Leinefelde. Jetzt wird es ernst – die Landesgartenschau 2026 öffnet am Donnerstag, 23. April, erstmals ihre Tore. Und der Auftakt hat es in sich: Besucher erwartet ein abwechslungsreicher erster Tag zwischen Musik, Gartenkunst, Beratung und besinnlichen Momenten.

Der Startschuss fällt um 10 Uhr direkt am Eingang. Dort werden die ersten Gäste nicht einfach nur eingelassen, sondern mit einer kleinen musikalischen Begrüßung empfangen. Die Veranstalter setzen bewusst auf Atmosphäre – und auf einen kleinen Anreiz: Die ersten 100 Besucher erhalten ein Glas Sekt oder alternativ Orangensaft. Ein klassischer Auftakt, der signalisiert: Diese Landesgartenschau will mehr sein als nur Blumenbeete.

Parallel dazu beginnt auf dem Gelände bereits das eigentliche Programm. Wer konkrete Fragen zum eigenen Garten hat, sollte einen Abstecher in den Themengarten „Grünes Herz – Der Garten Thüringens“ einplanen. Im Pavillon „Gärtnertreff Thüringen“ beraten Fachleute des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum von 10 bis 15 Uhr rund um Pflanzenschutz, Krankheiten und Schädlingsbefall. Praxisnah, individuell und genau das, was viele Hobbygärtner suchen.

Ein zentraler Anlaufpunkt dürfte von Beginn an auch der Blumenblock sein. Dort läuft von 10 bis 18 Uhr die Ausstellung „Entstehen und Vergehen“. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wird der Kreislauf der Natur eindrucksvoll in Szene gesetzt – von Wachstum über Blüte bis hin zur Vergänglichkeit. Keine klassische Blumenschau, sondern ein bewusst künstlerischer Blick auf das, was Natur wirklich ausmacht.

Am Mittag wird es dann ruhiger – zumindest im Kirchenpavillon. Zwischen 12 und 13 Uhr laden die katholische und die evangelische Kirche zu einem ersten geistlichen Impuls unter dem Motto „erdnah – himmelweit“ ein. Ein Angebot für alle, die zwischen den Eindrücken auch einen Moment der Ruhe suchen.

Und auch musikalisch wird nachgelegt: Von 12 bis 14 Uhr steht das Konzert mit SERO-Solo auf dem Programm. Deutsche Hits von den 60ern bis heute – aus Ost und West – werden hier neu interpretiert. Mit Akustikgitarre, Gesang, Fußpercussion und „Bodo-in-the-box“ entsteht eine kleine, aber überraschend vielseitige Live-Band. Das Konzept ist klar: Erinnerungen wecken, Atmosphäre schaffen und das Publikum mitnehmen – Mitsingen ausdrücklich erwünscht.

Unterm Strich zeigt der erste Tag bereits, wohin die Reise geht: Die Landesgartenschau in Leinefelde setzt nicht nur auf schöne Anlagen, sondern auf ein breites Erlebnis – informativ, künstlerisch und auch nachdenklich. Wer am Eröffnungstag kommt, bekommt einen ziemlich klaren Eindruck davon, was die kommenden Monate zu bieten haben.

Ilka Kühn