
Leinefelde. Mit sichtbarer Freude hat die Landtagsabgeordnete Sigrid Hupach am Freitagnachmittag ihr neues Bürgerbüro in ihrer Heimatstadt eröffnet. „Es ist für mich etwas Besonderes, diesmal in Leinefelde ein Büro aufzumachen – unter einem neuen politischen Dach, dem Bündnis Sahra Wagenknecht, das sich im vergangenen Jahr gegründet hat“, erklärte sie bei der Eröffnung.

Sigrid Hupach erinnerte daran, dass sie sich eigentlich aus der aktiven Politik zurückziehen wollte. „Ich wollte mich eher ehrenamtlich engagieren. Doch dann kam es anders“, berichtete sie. Weggefährten aus ihrer Zeit im Bundestag hätten sie gebeten, beim Aufbau der neuen Partei mitzuwirken. „Nach einigem Überlegen habe ich mich entschieden, noch einmal durchzustarten. Denn ich bin überzeugt, dass wir diese politische Kraft in Deutschland brauchen.“
Seitdem ging es Schlag auf Schlag: Im Januar 2024 wurde die Partei offiziell gegründet, im März folgte der Landesverband Thüringen, es schloss sich der Kommunal- und Europawahlkampf an. „Wir sind inzwischen in Kommunalparlamenten vertreten, stellen mit Robert Henning aus Bleicherode sogar den ersten Bürgermeister, und im vergangenen Herbst sind wir mit 15,8 Prozent in den Thüringer Landtag eingezogen“, fasste die Abgeordnete die Entwicklung zusammen.
Die junge Partei sei damit sofort mit großen Herausforderungen konfrontiert gewesen – von Koalitionsverhandlungen bis zur schnellen Verabschiedung des ersten Haushaltes. Hupach selbst übernahm neue Aufgaben: Sie leitet den Innen- und Kommunalausschuss im Landtag und ist kommunalpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. „Kommunalpolitik ist mein Herzensthema, ich habe das 15 Jahre lang im Kreistag und Stadtrat gemacht“, betonte sie.
Zur Eröffnung waren Weggefährten aus vergangenen Jahren, Vertreter der Kirche, Unternehmen, Freunde und Beannte sowie Vertreter der Jugendorganisation des BSW dabei. Besonders dankte Sigrid Hupach ihrem Team, das die Vorbereitungen für die Büroeröffnung organisiert hatte.
Mit Blick nach vorn stellte sie ein zentrales Projekt der Regierungsarbeit vor: ein Investitionsprogramm von einer Milliarde Euro für die Kommunen in Thüringen. „Damit wollen wir unsere Städte und Gemeinden gezielt unterstützen – auch solche, die unter Haushaltssicherung stehen. Zins und Tilgung übernimmt das Land. Das ist ein Schritt, wie es ihn in dieser Größenordnung bundesweit noch nicht gegeben hat“, erklärte sie.
Ilka Kühn