Erfurt. Bahnreisende Soldatinnen und Soldaten erkennt man meist sehr gut an ihrer getragenen Uniform. Kürzlich entdeckten Bundespolizisten an einem Sonntagabend im Erfurter Hauptbahnhof einen augenscheinlich Angehörigen der Bundeswehr, dessen Uniform jedoch stark vom bekannten Erscheinungsbild abwich.

Der Mann reiste in seiner selbst zusammengestellten Uniform bereits am Vortag
ohne gültiges Ticket mit der Bahn durch Ostthüringen. Nun war er in
armeetypischer Kleidung mit Abzeichen und Namensschriftzug erneut unterwegs,
ohne jedoch einen aktiven Status bei der Bundeswehr inne zu haben.

In seinem Rucksack fanden die Beamten mehrere Dienststellenwappen, gefälschte
Dienstausweise und militärische Zugehörigkeitskarten. Die Dokumente wurden
sichergestellt.

Der 32-jährige Deutsche ist bei Polizeien in fünf unterschiedlichen
Bundesländern bereits bekannt, da er dort wegen Betrugshandlungen und dem
Erschleichen von Leistungen wiederholt in Erscheinung getreten ist.

Wegen dem Missbrauch von Amtstiteln und dem Anfangsverdacht der
Urkundenfälschung wird nun auch durch die Bundespolizeiinspektion Erfurt
ermittelt.