Dingelstädt. Nach rund 20 Monaten Umbau öffnet die Klosterkirche auf dem Kerbschen Berg Ende August wieder ihre Türen. Am Sonntag, 30. August, wird die Kirche St. Petrus Baptista und Gefährten durch den Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr neu eingeweiht. Um 14 Uhr beginnt die feierliche Altarweihe, anschließend ist ein Sommerfest geplant.
Der letzte Gottesdienst vor Beginn der Bauarbeiten hatte am 12. Januar 2025 stattgefunden. Anlass für die Arbeiten waren zunächst notwendige Sanierungen. Daraus entwickelte sich jedoch ein deutlich weitergehendes Konzept: Aus der bisherigen Klosterkirche ist eine Familienkirche entstanden, die künftig zugleich als Gottesdienst- und Begegnungsraum genutzt werden kann.
Damit soll das Gebäude nicht nur dem benachbarten Familienzentrum Kerbscher Berg neue Möglichkeiten bieten. Auch für Besucher, Gruppen und Veranstaltungen soll die Kirche stärker geöffnet werden. Neben Gottesdiensten können künftig auch nichtkirchliche Begegnungen und Veranstaltungen stattfinden.
Die künstlerische Gestaltung stammt von Susanne und Bernhard Lutzenberger. Bei der Umgestaltung wurde darauf geachtet, den Charakter des Kirchenraumes zu bewahren und zugleich neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Details der neuen Gestaltung sollen Raum für Einkehr, Stille und Reflexion bieten.
Zugleich greift das Konzept die Geschichte des Ortes auf. Die Kirche war einst Teil des Franziskanerklosters auf dem Kerbschen Berg. Elemente franziskanischer Spiritualität finden sich deshalb auch in der neuen Gestaltung wieder und schlagen eine Verbindung zwischen Vergangenheit und heutiger Nutzung.
Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch das Bonifatiuswerk, das Leader-Programm, die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden sowie durch die Stadt Dingelstädt.
Mit der Altarweihe am 30. August endet nun die lange Umbauphase. Im Anschluss an den Gottesdienst sind Besucher zum Sommerfest eingeladen und können sich selbst ein Bild von der neu gestalteten Klosterkirche machen.

