Das Team des Bärenpark freut sich sehr über die Fortschritte, die der Bau jetzt macht. Foto: Ilka Kühn

Worbis. Am Alternativen Bärenpark Worbis ist am Donnerstag, 5. November, Richtfest für das neue Eingangsgebäude gefeiert worden. Der Neubau soll im zweiten Quartal 2027 fertig sein. Zusammen mit der Modernisierung des benachbarten Wohnmobilstellplatzes rechnet die Stadt Leinefelde-Worbis mit Kosten von rund 3,2 Millionen Euro.

Das Team des Bärenparks, Handwerker, Interessierte und Vertreter von Ortsräten waren zum Richtfest gekommen. Christian Zwingmann bei seinen Ausführungen. Foto: Ilka Kühn

„Wir investieren in die Zukunft unseres Bärenparks und damit in eines der wichtigsten touristischen Aushängeschilder unserer Stadt und der gesamten Region“, sagte Bürgermeister Christian Zwingmann beim Richtfest.

Das Gebäude soll mit seinen gefalteten Dach- und Wandflächen an eine Bärenhöhle erinnern. Christian Zwingmann erläuterte in seiner Rede die Wahl der Materialien. Das Obergeschoss aus Holz steht für den Wald als natürlichen Lebensraum der Bären, das Untergeschoss aus Beton für eine schützende Höhle im Fels. Eine Treppe und ein Aufzug verbinden den Eingang mit dem tiefer liegenden Parkgelände.

Entweder über die Treppe oder per Fahrstuhl geht es vom Eingangsgebäude in den Bärenpark. Foto: Ilka Kühn

Im Neubau sind Empfang, Kasse und ein Shop vorgesehen. Ein Raum mit interaktiver Ausstellung soll für Umweltbildung, Schulungen und Filmvorführungen genutzt werden. Besucher sollen sich dort auch über Kulturangebote und Ausflugsziele in der Region informieren können. Für den angrenzenden Wohnmobilstellplatz sind barrierefrei erreichbare Toiletten und Duschen, Stromanschlüsse sowie Anlagen zur Ver- und Entsorgung geplant.

Vom Parkplatz kommt man hier zum Haupteingang. Foto: Ilka Kühn

Gleich zu Beginn der Arbeiten im Januar stießen die Bauleute beim Aushub auf eine alte Aschekippe. Der Fund verzögerte den Bau, wie Christian Zwingmann berichtete. Der Baugrund musste genauer untersucht und das belastete Material fachgerecht entsorgt werden. Im April begannen die Betonarbeiten am Untergeschoss, im Mai folgte der Holzbau. Im September starteten die Dachdeckerarbeiten und der Ausbau im Inneren.

Nach Angaben der Stadt kommen rund 1,91 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Thüringer Stadtentwicklungsfonds. Christian Zwingmann dankte den Fördermittelgebern beim Richtfest für ihre Unterstützung. Ohne sie, sagte er, wäre ein Vorhaben dieser Größenordnung für die Stadt schwer zu finanzieren gewesen.

Ilka Kühn