Leinefelde. Wie sah das Eichsfeld zu DDR-Zeiten aus, und wie wurde die Geschichte der geteilten Region nach der Wiedervereinigung aufgearbeitet? Darum geht es am Freitag, 9. Oktober, bei einem Film- und Gesprächsnachmittag im Frauenzentrum Leinefelde.
Zu Beginn wird die Ausstellung „30 Jahre Grenzlandmuseum“ vorgestellt. Fotografien, Zeitungsartikel sowie Radio- und Fernsehbeiträge geben Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Grenzlandmuseums Eichsfeld und in die museale Aufarbeitung der deutschen Teilungsgeschichte.
Anschließend wird der DEFA-Dokumentarfilm „Das Eichsfeld“ aus dem Jahr 1987 gezeigt. Er vermittelt einen zeitgenössischen Blick auf Landschaft, Ortschaften und Bevölkerung des Eichsfeldes in der DDR. Thematisiert wird unter anderem der 1958 von der SED-Führung beschlossene Eichsfeldplan.
Eine Rolle spielen dabei auch die Ansiedlung der Baumwollspinnerei in Leinefelde sowie des Zementwerks Deuna und die damit verbundene industrielle Entwicklung der Region.
Der Film zeigt darüber hinaus Landwirtschaft und Handwerk, kirchliches Leben, Dorffeste, kulturelle Aktivitäten und den Alltag der Menschen.
Im Anschluss besteht Gelegenheit, über die Entwicklung seit der Wiedervereinigung sowie über persönliche Erinnerungen und Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 9. Oktober, von 14.30 bis 16.30 Uhr im Frauenzentrum, Jahnstraße 12 in Leinefelde, statt. Der Eintritt ist frei, die Zahl der Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung unter Telefon 03605/518788 oder persönlich im Frauenzentrum wird gebeten.

