Leinefelde. Nur noch elf Tage – dann endet die Landesgartenschau 2026. Geschäftsführer Stefan Nolte hat die verbleibende Zeit sogar direkt vor Augen: Eine digitale Uhr in seinem Büro zählt Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Ende der Gartenschau am 11. Oktober herunter.

Mancher wird sich in diesen Tagen wohl fragen: Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Seit Ende April hat die Landesgartenschau das Leben in Leinefelde geprägt – und dabei weit mehr geboten als Blumen, Gärten und neu gestaltete Flächen.
Mehr als 1750 Veranstaltungen standen und stehen während der gesamten Laufzeit auf dem Programm. Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Aktionen für Kinder, Vereinsauftritte und zahlreiche weitere Angebote sorgten beinahe täglich für Unterhaltung.
Ein kulturelles Angebot in dieser Dichte ist für Leinefelde alles andere als selbstverständlich. Die Leinefelder und ihre Gäste sind in den vergangenen Monaten durchaus verwöhnt worden. Nach dem Ende der Landesgartenschau dürfte deshalb auch die Frage bleiben, wie viel von diesem kulturellen Schwung künftig erhalten werden kann. Denn ein solches Programm dauerhaft auf die Beine zu stellen, erfordert erhebliche organisatorische und finanzielle Anstrengungen.
Das schöne Wetter der vergangenen Tage nutzten noch einmal zahlreiche Besucher für einen Spaziergang über das Gelände. Gerade jetzt, wo der Herbst langsam Einzug hält, zeigt sich die Gartenschau noch einmal von einer ganz anderen Seite.
Und auch die Besucherzahl kann sich sehen lassen. Aktuell wurden nach Angaben von Geschäftsführer Stefan Nolte rund 275.000 Besucher gezählt.
Bis zum 11. Oktober 2026 bleibt nun noch Zeit, die Landesgartenschau vielleicht noch einmal ganz bewusst zu genießen. Genau am 11. Oktober werden die Tore um 18 Uhr für immer geschlossen. Danach beginnt der Rückbau – und für Leinefelde endet ein außergewöhnlicher Veranstaltungszeitraum.


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