Sind es die Geschwister des LGS-Maskottchens? Foto: A. Jacob

Leinefelde. Verwandtschaft kann manchmal ganz unverhofft auftauchen. Und offenbar gilt das nicht nur für Menschen. Schon im Mai machte eine kuriose Entdeckung die Runde: In einer Aldi-Filiale standen kleine Plüsch-Blumentöpfe im Regal, die durchaus als entfernte Verwandtschaft des Maskottchens der Landesgartenschau durchgehen könnten.

Wer damals an den Regalen vorbeiging, konnte jedenfalls kurz ins Grübeln kommen. Die kleinen Figuren tragen freundliche Gesichter, haben Arme und Beine und aus ihren Töpfen wachsen Blätter, Blüten oder lange grüne Triebe. Einige Exemplare wirken fast so, als könnten sie direkt aus der Familie des LGS-Maskottchens stammen.

Natürlich handelt es sich nicht um das Maskottchen der Landesgartenschau. Aber die Ähnlichkeit der Grundidee sorgt schon für ein Schmunzeln: ein Blumentopf mit Gesicht, dazu Arme und Beine – da liegt der Gedanke an bislang unbekannte Geschwister oder zumindest entfernte Verwandte nicht allzu fern.

Das eigentliche LGS-Maskottchen hat inzwischen ohnehin eine beachtliche Karriere hingelegt. Es begleitet die Landesgartenschau, ist als Plüschfigur erhältlich und hat sogar den Sprung in echte Handwerkskunst geschafft. Die Töpferin Reglindis Schütze aus Bad Dürrenberg hat eigens einen Becher mit dem Gesicht des kleinen LGS-Botschafters gestaltet. Jeder einzelne entsteht in Handarbeit. Rund acht Wochen dauert es, bis ein solcher Becher fertig ist und schließlich im Regal stehen kann.

Und dann waren da eben noch jene Figuren bei Aldi (unter 4 Euro pro Stück), die schon im Mai für einen kleinen Überraschungsmoment sorgten.

Vielleicht ist es am Ende auch einfach ein Zeichen dafür, dass Blumentöpfe mit Persönlichkeit gerade ziemlich im Trend liegen. Bei einer Landesgartenschau dürfte man darüber eigentlich kaum überrascht sein.

Bleibt nur eine Frage: Weiß das LGS-Maskottchen eigentlich schon, wie groß seine Familie inzwischen ist?

Ilka Kühn