Deutschland. Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland haben im 1. Halbjahr 2026 nach vorläufigen Ergebnissen knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht dies einem Rückgang von 0,4 Prozent (alt: -0,7 %) oder 14 700 Tonnen (alt: -24 200 Tonnen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Etwas mehr Schweinefleisch produziert

Von Januar bis Juni 2026 wurden in Deutschland rund 22,2 Millionen Schweine geschlachtet. Das waren etwa 107.000 Tiere beziehungsweise 0,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der weitaus größte Teil der Tiere stammte aus Deutschland. Rund 21,9 Millionen Schweine beziehungsweise 98,4 Prozent aller geschlachteten Schweine waren inländischer Herkunft. Ihre Zahl nahm gegenüber dem Vorjahr um rund 164.000 Tiere zu.

Deutlich zurückgegangen sind dagegen die Schlachtungen von Schweinen aus dem Ausland. Mit rund 349.200 Tieren waren es 14 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.

Insgesamt wurden rund 2,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch erzeugt. Das waren etwa 10.300 Tonnen oder 0,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Rindfleischproduktion nahezu unverändert

Bei Rindfleisch gab es kaum Veränderungen. Rund 1,4 Millionen Rinder wurden im ersten Halbjahr geschlachtet. Das waren etwa 1.900 Tiere oder 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die erzeugte Rindfleischmenge sank ebenfalls leicht um 0,1 Prozent auf rund 462.200 Tonnen.

Weniger Geflügelfleisch

Deutlicher fiel der Rückgang beim Geflügel aus. Im ersten Halbjahr wurden rund 343,2 Millionen Tiere geschlachtet. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die produzierte Geflügelfleischmenge sank um 3,2 Prozent beziehungsweise rund 24.900 Tonnen auf etwa 755.000 Tonnen.

Schweinefleisch bleibt mit Abstand die Nummer eins

Schweinefleisch macht weiterhin den größten Teil der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland aus. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 63,7 Prozent der erzeugten Fleischmenge auf Schweinefleisch. Geflügelfleisch kam auf 22,3 Prozent und Rindfleisch auf 13,7 Prozent.

Fleisch von Schafen, Ziegen und Pferden spielte mit einem Anteil von zusammen rund 0,3 Prozent nur eine geringe Rolle.