Leinefelde. Mit einer perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte eine 75-jährige Frau aus Leinefelde um 30.000 Euro gebracht. Die Täter nutzten einen sogenannten Schockanruf und setzten die Seniorin so unter Druck, dass sie einem fremden Mann das Geld persönlich übergab.


Nach Angaben der Polizei erhielt die Frau am Freitag, 3. Juli, gegen 17 Uhr einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Ihr wurde vorgetäuscht, ihre Nichte liege nach einem Notfall im Krankenhaus und benötige dringend 32.000 Euro für eine Operation.


Die Seniorin glaubte die Geschichte und vereinbarte eine Geldübergabe. Wenig später erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnung. Dort übergab sie ihm in einem Beutel insgesamt 30.000 Euro. Anschließend verschwand der Täter mit dem Bargeld.


Der Mann wird als etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank und zwischen 30 und 40 Jahre alt beschrieben. Er hatte kurze dunkle Haare und sprach ausschließlich Russisch.


Die Polizei warnt erneut eindringlich vor Schockanrufen und Enkeltrick-Betrügern. Weder Polizei, Staatsanwaltschaft noch Krankenhäuser verlangen Bargeld oder Wertgegenstände, um Angehörige freizubekommen oder medizinische Behandlungen zu ermöglichen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden, Angehörige direkt kontaktieren und die Polizei informieren.


Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an.