Uder. Digitalisierung, Fachkräftemangel und lange Verwaltungsverfahren standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung im Gemeindehaus Riedelsburg in Uder. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Heimat vor Ort“ hatte der Landtagsabgeordnete Thadäus König zahlreiche Kommunalvertreter aus dem Eichsfeld eingeladen.

Thadäus König und Milen Starke. Foto: Peter Gabel


Knapp 50 Gäste, darunter Bürgermeister, VG-Vorsitzende und Verwaltungsmitarbeiter, nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen der Verwaltungsdigitalisierung in Thüringen zu informieren. Als Gast konnte Thadäus König die Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, Milen Starke, begrüßen.


Thadäus König machte zu Beginn deutlich, dass die Digitalisierung gerade für die kommunalen Verwaltungen eine große Rolle spiele. Sie könne dabei helfen, die kommenden Herausforderungen mit einer klugen Strategie besser zu bewältigen. Dazu zählten unter anderem der absehbare Personalmangel durch die demografische Entwicklung, lange Bearbeitungszeiten und die gestiegenen Erwartungen der Bürger.


Staatssekretärin Milen Starke stellte in ihrem Vortrag die neu ausgerichtete Digitalstrategie des Landes Thüringen vor. Ziel sei es, Land und Kommunen stärker miteinander zu vernetzen, einheitliche IT-Standards zu schaffen und digitale Angebote flächendeckend nutzbar zu machen. Dabei gehe es auch darum, doppelte Strukturen zu vermeiden, Entscheidungswege zu verkürzen und durch Bildung, Qualifizierung sowie Beteiligungsformate Vertrauen in den digitalen Wandel zu stärken.

Milen Starke bei ihrem Vortrag. Foto: Peter Gabel


Für die Kommunen besonders interessant waren konkrete Lösungsansätze, mit denen Verwaltungsabläufe künftig einfacher, schneller und einheitlicher gestaltet werden sollen. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen aus der kommunalen Praxis einzubringen. Dabei wurden auch Kritikpunkte offen angesprochen. Milen Starke nahm diese Hinweise auf, um bestehende Prozesse weiter zu verbessern.


Thadäus König zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit. Der Abend habe gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Digitalstrategie für Land und Kommunen sei. Nachdem Thüringen bei der Digitalisierung lange Nachholbedarf gehabt habe, gehe es nun mit einem klaren Plan voran.