
Leinefelde. Es gab von Anfang an Hinweise darauf, dass die Beschilderung vom Bahnhof zum Gelände der Landesgartenschau nicht wirklich funktioniert. Besucher, die mit dem Zug in Leinefelde ankamen, irrten immer wieder durch die Gegend, suchten den richtigen Weg und mussten Passanten nach dem Gelände fragen. Das soll nun endlich ein Ende haben: Seit Freitag weisen auffällige grüne Fußspuren auf den Gehwegen den Weg vom Bahnhof bis zum Kerngelände der Landesgartenschau in der Südstadt.
Bauhofleiter Stefan Lauterbach und sein Kollege Daniel Watterott brachten die neuen Markierungen mit Schablonen und spezieller Sprühfarbe entlang der Strecke auf. Die grünen Fußspuren führen vom Bahnhof über den Busbahnhof entlang der sogenannten Grünen Achse bis zum Gelände der Landesgartenschau.

Die Idee dahinter ist einfach – und wahrscheinlich deutlich praktischer als das bisherige Leitsystem. Denn die bisherigen Hinweise waren für viele Gäste kaum hilfreich. Teilweise standen dort lediglich Begriffe wie „Auegarten“. Doch wer als Besucher zum ersten Mal nach Leinefelde kommt, weiß natürlich nicht automatisch, was damit gemeint ist oder wohin man überhaupt laufen muss.

Auch der Verweis auf Lagepläne und Broschüren half in der Praxis nur bedingt weiter. Denn wer steigt schon aus dem Zug und läuft erst einmal mit einem Plan los? Dann müssten die Pläne eigentlich schon im Zug verteilt werden oder jederzeit direkt digital abrufbar sein. Viele Gäste wollten schlicht eine klare, sichtbare Führung vom Bahnhof bis zum Eingang der Landesgartenschau – und genau das übernehmen nun die grünen Fußspuren. Man kann nur hoffen, dass der Besucher das auch so erkennt.
Ilka Kühn

