
Leinefelde. Kurz vor dem Start der Landesgartenschau 2026 hat sich der Bürgerbeirat erneut getroffen. Dabei wurde deutlich: Die heiße Phase läuft – und sie fordert allen Beteiligten einiges ab.
Seit über einem Jahr begleitet der Bürgerbeirat die Vorbereitungen und bringt sich als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Organisationsteam aktiv ein. Auch bei diesem Treffen ging es vor allem um den aktuellen Stand auf dem Gelände, offene Fragen und konkrete Rückmeldungen aus der Bürgerschaft.
Daniela Preiß vom Landesgartenschau-Team informierte über die aktuelle Situation. Im Mittelpunkt standen die laufenden Schulungen für Ehrenamtliche und städtische Mitarbeiter. Mehr als 70 Personen wurden zuletzt eingewiesen, weitere Schulungen – insbesondere zu Sicherheitsfragen – laufen parallel. Gleichzeitig wurde deutlich, wie hoch der zeitliche Druck inzwischen ist.
Auf dem Gelände selbst sind die Fortschritte deutlich sichtbar. Wege wurden fertiggestellt, Veranstaltungsflächen vorbereitet, Gastronomiebereiche eingerichtet. Zentrale Elemente wie Bühne, Spielbereiche und Themengärten befinden sich in den finalen Zügen. Auch die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt: Eine beauftragte Firma übernimmt inzwischen die Tag- und Nachtbestreifung, teilweise unterstützt durch Drohneneinsätze.
Trotz der Fortschritte wurden im Bürgerbeirat auch kritische Punkte offen angesprochen. Dazu zählen organisatorische Herausforderungen bei der Personalkoordination, Rückmeldungen zur Einbindung von Ehrenamtlichen sowie Fragen zur Gastronomie und zu Abläufen bei Veranstaltungen. Einzelne geschilderte Erfahrungen zeigen, dass hier noch Abstimmungsbedarf besteht.
Der Bürgerbeirat sieht sich weiterhin in einer wichtigen Rolle: Hinweise aus der Bevölkerung aufnehmen, Probleme benennen und Lösungen mit anstoßen. Dieser Austausch wurde beim Treffen erneut als großer Vorteil hervorgehoben. Viele Anregungen konnten bereits aufgegriffen werden, weitere sollen folgen.
Als Beispiel für die Arbeit des Gremiums nannten die Mitglieder den Fußweg vom Bahnhof bis zum Kerngelände. Gemeinsam wurde vor Ort festgehalten, was noch fehlt, um den Weg für Besucher – insbesondere für Fußgänger – besser zu gestalten und mit Informationen aufzuwerten.
Mit der Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April 2026 wird die Arbeit des Bürgerbeirats nicht enden. Auch während der Veranstaltung will das Gremium weiterhin ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben.
Ilka Kühn

