Heilbad Heiligenstadt. Im Rahmen seines Jubiläumsjahres 2026 lädt der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde (VEH) zu einem besonderen Vortragsabend ein. Im Mittelpunkt steht dabei eine Künstlerpersönlichkeit, die selbst in ihrer Heimatregion lange Zeit kaum bekannt war: der Heiligenstädter Bildschnitzer und Altarbauer Johann Andreas Gröber.

Vor mehr als zehn Jahren begann der Kunstgutbeauftragte des Bistums Erfurt, Dr. Falko Bornschein, sich intensiv mit Leben und Werk Gröbers zu beschäftigen. Seine umfangreichen Forschungen mündeten 2016 in einem Bildband, der vom Verein für Eichsfeldische Heimatkunde herausgegeben und im Eichsfeldmuseum vorgestellt wurde. Bornschein gelang es darin, das Leben und die künstlerische Bedeutung des Barockmeisters eindrucksvoll zu rekonstruieren. Seitdem sind weitere Erkenntnisse hinzugekommen, die nun in einem neuen Vortrag vorgestellt werden.

Dabei zeigt sich ein erstaunlicher Befund: Sowohl in Gröbers Geburtsort Osterode als auch in seinem späteren Wirkungsort Heilbad Heiligenstadt ist der Künstler bis heute nur wenig bekannt. Gerade deshalb möchte der Vortrag dazu beitragen, den Bildschnitzer wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Seine Arbeiten werden kunsthistorisch eingeordnet und anhand zahlreicher Abbildungen vorgestellt.

Der Abend bietet nicht nur einen Einblick in die barocke Bildhauerkunst Mitteldeutschlands, sondern auch Gelegenheit zum Austausch. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.