Leinefelde. Die Geschichte der Stadt lässt sich jetzt direkt vor Ort entdecken. Der digitale Stadtrundgang durch Leinefelde wird derzeit sichtbar in das Stadtbild integriert. An insgesamt 36 Stellen im Stadtgebiet bringt Stadtmitarbeiter Heiko Blum kleine Informationstafeln im A4-Format an. Auf ihnen befindet sich jeweils ein QR-Code, über den sich mit dem Smartphone sofort weiterführende Informationen abrufen lassen.

Wer einen dieser Punkte entdeckt und den Code scannt, gelangt direkt zu einer Seite auf der Internetpräsenz der Stadt. Dort finden sich kurze Texte, historische Hintergründe sowie zahlreiche ältere und aktuelle Fotos, die zeigen, wie sich der jeweilige Ort im Laufe der Zeit verändert hat. Die inhaltliche und technische Umsetzung des Projekts liegt beim Fachamt für Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und Kultur der Stadt Leinefelde-Worbis. Dort wurden historische Quellen ausgewertet und die einzelnen Stationen so aufbereitet, dass sie digital leicht zugänglich sind.
Der Rundgang erzählt viele Geschichten aus der Entwicklung der Stadt. So wird etwa beschrieben, wie aus einer ehemaligen Lehmgrube über den Märtensteich schließlich eine beliebte Badeanstalt entstand. Auch die industrielle Vergangenheit spielt eine Rolle. Die frühere Borstenzurichterei am heutigen Kaufland-Standort war vielen wegen ihres markanten Geruchs in Erinnerung, während aus der Umgebung der Firma MAWA einst der Duft von Produkten wie „Birkavit“ oder der bekannten „Beline-Fußcreme“ kam. Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Lunapark, der vor etwa hundert Jahren aus einem verwilderten Schuttberg entstand und in ehrenamtlicher Arbeit zu einer Parkanlage gestaltet wurde.
Die Stationen verteilen sich über mehrere Bereiche der Stadt – unter anderem am Ringau, an der Leinequelle, im Lunapark, in der Gartenstadt und an der Ohne-Aue. Die neuen Tafeln werden nach und nach angebracht und sollen bis zur Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April vollständig installiert sein.
Damit verbindet die Stadt digitale Informationen mit einem Rundgang direkt vor Ort. Sowohl Einwohner als auch Gäste können so die Geschichte Leinefeldes an den jeweiligen Schauplätzen entdecken. Wer den Rundgang lieber von zu Hause aus verfolgen möchte, findet ihn weiterhin online auf der Internetseite der Stadt.


