Heilbad Heiligenstadt. Aus aktuellem Anlass ruft das Jugendamt des Landkreises Eichsfeld die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhter Vorsicht auf. Derzeit gibt es Hinweise darauf, dass sich im Landkreis Personen aufhalten, die sich unberechtigt als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Jugendamtes ausgeben, um sich unter diesem Vorwand Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Weitere Infos:

Das Jugendamt informiert dazu:

Dienstausweise prüfen: Alle Mitarbeitenden des Jugendamtes sind im Besitz eines gültigen Dienstausweises. Lassen Sie sich diesen sowie den dazugehörigen Personalausweis zeigen und gleichen Sie die Namen sorgfältig ab.

Inobhutnahmen: Inobhutnahmen werden durch Mitarbeitende des Jugendamtes grundsätzlich nur zu zweit durchgeführt.

Im Zweifel nachfragen: Sollten Sie unsicher sein, ob es sich tatsächlich um Mitarbeitende des Jugendamtes handelt, kontaktieren Sie bitte telefonisch das Jugendamt des Landkreises Eichsfeld unter Tel.: 03606 / 6505101, um zu erfragen, ob aktuell ein Hausbesuch bei Ihnen vorgesehen ist.

Kinder altersgerecht sensibilisieren: Bitte sensibilisieren Sie Ihre Kinder bzw. die von Ihnen betreuten Kinder altersangemessen für dieses Thema. Vermeiden Sie dabei, den Kindern Angst zu machen – nicht jeder Mensch hat böse Absichten. Dennoch ist es wichtig, Kinder altersgerecht über mögliche Gefahren und angemessene Handlungsmöglichkeiten aufzuklären.

Wiederholen Sie mit ihrem Kind Folgendes präventiv regelmäßig:

Nicht von fremden Personen in ein Gespräch verwickeln lassen. Sich nicht ausfragen lassen.

Kurze, höfliche Antworten geben und dann weitergehen. „An andere Erwachsene verweisen, wenn es zum Beispiel um die Frage nach dem Weg geht.“

Sollten Kinder das Gefühl haben, Erwachsene kommen zu nahe: Laut werden, um Aufmerksamkeit in der Umgebung zu erzeugen.
Erklären Sie den Kindern, wie ein Notruf abgesetzt wird (Die 110 anrufen, den Namen nennen und sagen wo man gerade ist).

Die Polizei kann helfen.

Hat Ihr Kind ein Handy, zeigen Sie Ihrem Kind, wie es einen stillen Alarm auslösen kann.

Hat Ihr Kind kein Handy, dann zeigen Sie dem Kind auf dem Heimweg / Schulweg, wo Stationen sind, die helfen können (z.B. Geschäfte).

Wenn Ihr Kind verängstigt ist, soll es Passantinnen und Passanten die in Gruppen unterwegs sind (bspw. Frau mit Kind) aktiv ansprechen, um Hilfe bitten und sagen, dass sie Angst haben, weil eine fremde Person sie angesprochen hat.

Sollte Ihnen eine derartige oder gleichartige Situation begegnen, melden Sie dies bitte bei der Polizei, so die Kreisverwaltung.