Leinefelde. Mittwochs 14 Uhr im Werkenraum der Fuhlrott-Grundschule in Leinefelde. Kinder kommen zum Modellbau zusammen. Angeleitet werden sie von drei Männern, die noch Spaß an der Arbeit haben. Es sind: Thomas Arnsch, Dieter Pietsch und Wolfgang Korfei. Initiiert wurde dieses Projekt durch die Idee des Stadtteilbüros von Leinefelde.


Was im März 2025 als Idee begann, hat sich an der Johann-Carl-Fuhlrott-Grundschule inzwischen fest etabliert: Die Modellbau-AG ist zu einem festen Bestandteil des Schulalltags geworden – und ein gelungenes Beispiel dafür, wie Lernen auch jenseits klassischer Unterrichtsformen funktionieren kann.
Ein Jahr nach dem Start überzeugte sich Stadtbürgermeister Christian Zwingmann persönlich von dem Projekt. Bei seinem Besuch erhielt er einen direkten Einblick in die Arbeit der Kinder und in das Engagement der ehrenamtlichen Modellbauer, die die AG Woche für Woche begleiten. Mittwochs um 14 Uhr treffen sich die Kinder im Werkraum der Schule, um zu sägen, zu kleben, zu tüfteln und eigene Ideen in Modelle umzusetzen.
Angeleitet werden sie von drei erfahrenen Modellbauern: Thomas Arnsch, Dieter Pietsch und Wolfgang Korfei. Sie bringen nicht nur handwerkliches Wissen mit, sondern vor allem Geduld, Begeisterung und die Freude daran, diese Fähigkeiten an die nächste Generation weiterzugeben. Initiiert wurde die Modellbau-AG durch eine Idee des Stadtteilbüro Leinefelde, das gezielt Ehrenamtliche suchte, um an der Schule ein dauerhaftes Angebot aufzubauen.
Die Modellbau-AG ist als Kooperationsprojekt zwischen Schule und Stadtteilbüro angelegt und verfolgt einen klaren Ansatz: Kinder sollen ihre Kreativität entfalten, handwerkliche Fähigkeiten entwickeln und lernen, im Team zu arbeiten. Gleichzeitig ist das Projekt generationsübergreifend angelegt. Senioren geben ihr Wissen weiter, Kinder bringen Neugier, Fantasie und neue Perspektiven ein. Dieser Austausch stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil und schafft Begegnungen, die sonst kaum zustande kämen.
Gerade für Schülerinnen und Schüler, denen der klassische Unterricht schwerfällt, bietet der Modellbau besondere Chancen, so Schulleiterin Suzan Kollascheck. Beim praktischen Arbeiten erleben sie Erfolg, entdecken neue Stärken und gewinnen Selbstvertrauen. Feinmotorik, technisches Verständnis und Problemlösungsfähigkeit werden dabei ganz nebenbei geschult.
Was vor einem Jahr noch Freiwillige suchte, ist heute ein bewährtes Angebot mit spürbarem Mehrwert – für die Kinder, für die Ehrenamtlichen und für das soziale Miteinander in Leinefelde. Der Besuch des Bürgermeisters unterstrich, welchen Stellenwert solche Projekte für eine lebendige Bildungs- und Stadtteilarbeit haben.
Ilka Kühn

