Leinefelde. Am Freitagnachmittag hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt im Leinefelder Wasserturm offiziell die Schirmherrschaft für die Landesgartenschau 2026 übernommen. Er fand deutliche Worte der Unterstützung – für die Stadt, das Eichsfeld und die vielen Engagierten, die hinter diesem Projekt stehen.

Bürgermeister Christian Zwingmann sprach von einem wichtigen Moment für Leinefelde-Worbis. Die Gartenschau sei ein Vorhaben, das die ganze Region mitnehme und weit über die 172 Tage hinaus wirken werde. Neue Wege für Erholung, Stadtentwicklung und Begegnung entstehen, und der Stadtumbau in der Südstadt schreitet mit sichtbaren Ergebnissen voran.
Mario Voigt knüpfte daran an. Die Landesgartenschau im Eichsfeld passe „wie die Faust aufs Auge“, sagte er. Die Liebe zum Garten und zu allem Blühenden liege hier in der Natur der Sache. Für ihn sei das Eichsfeld ein Ort, an dem Zusammenhalt gelebter Alltag ist. Dieses Miteinander sei eine Visitenkarte für Thüringen – und genau das brauche der Freistaat: Orte, an denen Menschen gern zusammenkommen, die Natur und Stadtentwicklung klug verbinden und moderne Antworten auf Zukunftsfragen geben.

Der Ministerpräsident hob die Bedeutung des Ehrenamts besonders hervor. Rund 130 Menschen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. „Ohne sie geht es nicht“, sagte Voigt und betonte, dass die Gartenschau nur gelingen könne, weil Vereine, Schulen, Unternehmen und Initiativen gemeinsam anpacken. Auch aus diesem Grund sei er Schirmherr „nicht nur auf dem Papier“. Er wolle so oft wie möglich vor Ort sein und zeigen, welchen Beitrag die LGS 2026 für Thüringen leistet. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass der Stracke-Verbrauch im kommenden Jahr vermutlich deutlich ansteigen werde.

Die Stadt und die Landesgartenschau gGmbH überreichten dem Ministerpräsidenten eine Dauerkarte für die LGS 2026, die er gern entgegennahm. Im Gegenzug brachte Voigt einen Förderbescheid über 22.525 Euro aus der Ehrenamtsförderung des Landes mit – ein weiteres Zeichen, wie ernst ihm das Engagement der Bürger ist.
Vor Ort sind die Veränderungen längst sichtbar. Wo früher mehr als 850 Garagen standen, entsteht eine Gartenstadt mit Mustergärten, Pavillons und neuen Aufenthaltsbereichen. Auch die Ohne-Aue mit der Wüstung Kirrode und dem Kirchenpavillon, der Lunapark mit Tüffers Garten sowie der „Blumenblock“ als Ort der floristischen Hallenschau gehören zu den Bereichen, die 2026 das Bild der Landesgartenschau prägen werden.
Landrätin Dr. Marion Frant unterstrich in ihrem Grußwort die Chance für den gesamten Landkreis. Die Gartenschau werde weit über die Stadtgrenzen hinaus wirken und Thüringen über viele Monate positiv in den Mittelpunkt rücken. Mit über 325.000 erwarteten Gästen sei das Projekt nur gemeinsam zu bewältigen.
Zum Abschluss dankte Bürgermeister Christian Zwingmann allen, die täglich an der Umsetzung arbeiten – allen voran Stefan Nolte und dem Team der Landesgartenschau gGmbH, den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und den beteiligten Firmen. Die Gartenschau, so Zwingmann, sei ein Projekt, das Optimismus, Zusammenhalt und bleibende Werte für kommende Generationen schafft.
Ilka Kühn
