Heilbad Heiligenstadt. Der Kreisverband Eichsfeld der Partei Die Linke hat am 22. November 2025 zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Kreisvorsitzende Anna Opfermann eröffnete die Sitzung und zog eine Bilanz des laufenden Jahres.
Sie verwies auf eine insgesamt positive Entwicklung: 28 neue Mitglieder konnte der Verband im Jahr 2025 begrüßen. Besonders der Einstieg junger Menschen habe der politischen Arbeit spürbar neue Impulse gegeben. Zu den regelmäßigen Aktivitäten gehörten weiterhin die etablierten Sozialberatungen, die im gesamten Landkreis stark nachgefragt werden.
Mit großer Zustimmung wurde aufgenommen, dass die Bundestagsabgeordnete Donata Vogtschmidt in Heiligenstadt ein eigenes Wahlkreisbüro eröffnet hat. Es steht montags und freitags jeweils von 10 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung allen Interessierten offen.
Einen breiten Raum nahmen die Berichte der kommunalpolitischen Vertreter aus Kreistag und Stadträten ein. Sie schilderten die angespannte finanzielle Lage vieler Kommunen, die sich unmittelbar auf Investitionen und wichtige Lebensbereiche auswirkt. Kinderbetreuung, Schulnetzplanung, soziale und kulturelle Angebote sowie die Jugendsozialarbeit bleiben daher weiterhin zentrale Themen.
Im Bereich der kommunalen Investitionen stehen zwei große Projekte im Mittelpunkt: der Neubau des Klinikums in Heilbad Heiligenstadt und die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis. Trotz steigender Baukosten sehen die Linke-Vertreter in beiden Vorhaben wichtige Chancen für die regionale Entwicklung.
Aus dem Stadtrat Leinefelde-Worbis wurde berichtet, dass im Zuge der Landesgartenschau neue Wege, moderne Grünflächen und attraktivere Aufenthaltsbereiche entstehen. Das mache die Stadt grüner und lebenswerter, stärke zugleich den Tourismus und eröffne Vereinen neue Mitgestaltungsmöglichkeiten. Wichtig sei jedoch, die geschaffenen Strukturen nachhaltig auch nach 2026 weiter zu nutzen.
Ein weiteres Thema war die Ausweisung von Flächen für erneuerbare Energien. Im Zusammenhang mit dem Landesentwicklungsplan wurden Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Windkraft und Photovoltaik vorgestellt. Die Vertreter der Linken bekräftigten ihre Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien, betonten jedoch, dass Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und bürgernah erfolgen müssen. Eine sachliche Debatte und die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung seien wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende.
Zum Abschluss der Versammlung wurde die Vertretung des Kreisverbandes im Landesausschuss der Linken Thüringen neu gewählt. Manuel Gebauer aus Silkerode wurde von den Mitgliedern zum neuen Vertreter bestimmt.
